Tradition

Geschichte

Zeiten ändern sich
Werte bleiben bestehen

Seit über 160 Jahren steht das österreichische Familienunternehmen Kattus für höchste österreichische Qualität im Bereich der Schaumweinerzeugung. Qualität, Regionalität, Tradition und Innovation – sind die Werte, die das Familienunternehmen Kattus ausmachen. Werte, die Johann Kattus und Johann Nepomuk Kattus mit der Gründung des Handelshauses und der Sektkellerei sowie dem Aufsetzen wichtiger Partnerschaften bis in die Gegenwart in Stein meißelten. Dies zu bewahren und fortleben zu lassen heißt aber auch Veränderungen und Weiterentwicklungen zu erlauben. Heute noch beleben wir mit innovativen Produkten aus dem Eigen- und Vertriebssortiment den heimischen Markt. Dabei halten wir stets eines ganz besonders hoch: unser Bemühen um erstklassige Qualität.

1857

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Johann Kattus startete das Unternehmen im Jahre 1857 mit dem Vertrieb von Wein, Kaffee, Tee, Südfrüchten, Spirituosen und Champagner. Er gründete hierzu in Wien, am Hof 8, eine Spezereiwarenhandlung. Schon bald rundete auch Kaviar das Sortiment ab. Mit seiner eigenen Kaviarproduktion, die am Kaspischen Meer angesiedelt war, belieferte Johann Kattus in dieser Zeit darüber hinaus Kaiser- und Fürstenhöfe in Wien und Sankt Petersburg mit dem sogenannten „Schwarzen Gold“. Wichtige Geschäftsbeziehungen, die zum Teil heute noch bestehen, wurden bereits in dieser Zeit aufgebaut – so lässt sich etwa der Vertrieb von Luxardo und Chartreuse darauf zurückführen.


 

1890

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Die eigene Sekterzeugung wurde von Johann Nepomuk Kattus, dem Sohn des Gründers, 1890 aufgenommen.

In den 1890er Jahren half Kattus, die Reblausplage welche in Europa herrschte und zu massiven Ernteausfälle führte, zu beheben. Hierfür hat er zwei Hektar seiner Reben am Nussberg für Versuchszwecke der Rebveredlung zur Verfügung gestellt.


 

1898

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1898 wurde Kattus zum K.u.K. Hoflieferanten ernannt.

Damals wie auch heute noch wird der Kattus Sekt nach der sogenannten „méthode traditionelle“ – der klassischen Flaschengärung – erzeugt.


 

1950

1950

Nach dem Ersten Weltkrieg steuerten die drei Brüder Johann, Josef und Franz das Unternehmen in der dritten Generation durch die Fährnisse der Weltwirtschaftskrise, des zweiten Weltkrieges und auch der Nachkriegszeit.


 

1992

Maria Polsterer-Kattus steht mit ihrem Ehemann Ernst Polsterer-Kattus in der vierten Generation gemeinsam an der Spitze des Unternehmens.

1992 führte Kattus als Erster den Frizzante in den österreichischen Markt ein. Seither wurde das Portfolio stetig mit frischen und abwechslungsreichen Frizzante Sorten erweitert.


 

2013

Sophie Kattus

Sophie Kattus steht für die Zukunft des Familienbetriebes. Ebenso für Tradition, Innovation, Freude, Qualität und das zauberhafte Gefühl, das nur Perlen erzeugen können.


 

Heute

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Durch stete Qualitätskontrolle, Produktionsinnovationen, starke Werbung sowie durch Partnerschaften mit internationalen Vertriebspartnern – wie zum Beispiel Laurent-Perrier Champagner, Corona Extra, Trojka und Blue Gin – ist Wiens einzige Sektkellerei in Familienbetrieb bestens für die Zukunft gerüstet.


 

Produktion

Sekterzeugung nach der „Méthode Traditionnelle“

In Österreich sind grundsätzlich zwei Arten der Herstellung für Qualitätsschaumwein vorgesehen – die traditionelle Flaschengärung und das Großraumgärverfahren.

Kattus setzt auf die Méthode Traditionelle – die klassische  Flaschengärung. Sie ist die älteste und aufwendigste Herstellungsmethode für Champagner, Sekt oder Schaumwein. Bei der Méthode Traditionelle bleibt der Sekt vom ersten bis zum letzten sorgfältigen Produktionsschritt in derselben Flasche.

Nach der sorgfältigen Auswahl der Sektgrundweine durch Maria Polsterer-Kattus und Kattus Kellermeister Herbert Pratsch, wird die Cuvée-Zusammenstellung mit Zucker und Hefe versetzt (Tirage). Diese Hefe-Zucker-Mischung ist der Treibsatz für die zweite Gärung des Schaumweins und maßgeblich für den Reifungs-Prozess als auch die Aromabildung. Die klassische Flaschengärung ist Teil der traditionellen Schaumweinherstellung von Kattus. Ihre Hauptcharakterisierung ist die Gärung in der Sektflasche. Bei dieser alkoholischen zweiten Gärung wird der Zucker durch die Hefe in Kohlensäure und Alkohol umgewandelt. Danach wird der Sekt in der Sektflasche im Keller gelagert und bei gleichbleibender Temperatur (10-12 Grad Celsius) ein bis zwei Jahre zur vollendeten Reife geführt.

Nach Ablauf der Lagerzeit wird die Hefe durchs Abrütteln (manuell oder automatisch) in den Flaschenhals bewegt. Hierzu werden Rüttelpulte aus Holz (manuelles Verfahren) sowie vollautomatische Rüttelmaschinen verwendet. Die Hefe setzt sich dabei an der Flaschenmündung ab.

Dieser Hefepfropfen wird im Anschluss entfernt, ohne dass der Sekt die Flasche verlässt (Degorgieren, Enthefen). Hierzu wird die abgerüttelte Hefe im Flaschenhals eingefroren, indem die Flaschen kopfüber in ein Eisbad gesteckt werden. Beim Öffnen des Kronkorkens wird der Hefe-Eis-Pfropfen durch den Gasinnendruck herausgeschleudert.

Durch die Zugabe der Dosage erhält der fertige Kattus Sekt seine Geschmackstypisierung.

Mehr Einblicke in die Geschichte des Hauses Kattus  sowie die Schaumweinproduktion erhalten Sie im nachfolgenden Video.